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Steuern senken in Deutschland 2026: Der ultimative Leitfaden für Unternehmer

Die Zeiten werden rauer für Unternehmer in Deutschland. Während viele noch mit den Nachwehen der Pandemie und steigenden Energiekosten kämpfen, kündigt sich eine weitere Belastung an: Die geplante Anhebung des Mindesthebesatzes der Gewerbesteuer von 200 auf 280 Prozent. Was das konkret bedeutet und welche legalen Möglichkeiten es gibt, die Steuerlast zu optimieren, erklären wir in diesem Leitfaden.

Was ändert sich konkret bei der Gewerbesteuer?

Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf beschlossen, der erstmals für den Erhebungszeitraum 2027 gelten soll. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil begründet die Maßnahme damit, dass sogenannte Briefkastenfirmen verhindert werden sollen – also Unternehmen, die ihren Sitz nur zum Schein in Gemeinden mit besonders niedrigem Hebesatz verlegen.

Wichtig zu wissen: Bis Bundestag und Bundesrat zugestimmt haben, ist dies noch kein geltendes Recht. Dennoch sollten sich Unternehmer bereits jetzt auf diese Veränderung einstellen.

Die Auswirkungen in der Praxis

Aktuell führen die sehr unterschiedlichen kommunalen Hebesätze dazu, dass identische Unternehmen je nach Standort deutlich unterschiedliche Gewerbesteuern zahlen. Die geplante Anhebung bedeutet konkret:

  • Unternehmen in Gemeinden mit niedrigen Hebesätzen werden stärker belastet
  • Hohe Hebesätze bleiben unberührt – keine Entlastung für bereits stark belastete Standorte
  • Der Gestaltungsspielraum durch Standortwahl innerhalb Deutschlands wird eingeschränkt

Interessanterweise wurde nicht über einen Höchsthebesatz diskutiert, der eine echte Entlastung für Unternehmen in teuren Regionen gebracht hätte. Der Entwurf zeigt damit eher den Kurs, Gestaltungen einzudämmen, statt generelle Steuerentlastungen zu schaffen.

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Warum diese Maßnahme problematisch ist

Wir bei XINELOYD beobachten die Entwicklung mit Sorge. Die einseitige Anhebung nach oben bedeutet für viele mittelständische Unternehmen eine spürbare Mehrbelastung. Während große Konzerne oft über internationale Strukturen verfügen, trifft diese Maßnahme besonders den deutschen Mittelstand.

Hunconsult

Die Logik hinter der Maßnahme ist nachvollziehbar – Steuerwettbewerb zwischen Gemeinden soll eingedämmt werden. Doch die Umsetzung ist einseitig: Statt durch einen Höchsthebesatz auch nach oben zu begrenzen und damit echte Planungssicherheit zu schaffen, wird nur die Untergrenze angehoben.

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Legale Möglichkeiten zur Steueroptimierung

Angesichts dieser Entwicklung wird es für Unternehmer wichtiger denn je, alle legalen Gestaltungsmöglichkeiten zu kennen. Eine Option, die zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist die Nutzung von Auslandsgesellschaften innerhalb der EU.

Die Lösung: Internationale Unternehmensstrukturen

Spezialisierte Beratungsunternehmen wie Hunconsult unterstützen deutsche Unternehmer dabei, legale internationale Strukturen aufzubauen. Dabei geht es nicht um Steuerhinterziehung, sondern um intelligente Steuerplanung im Rahmen des EU-Rechts.

Solche Strukturen können beispielsweise beinhalten:

  • Gründung einer Betriebsstätte in einem EU-Land mit günstigerer Unternehmensbesteuerung
  • Verlagerung bestimmter Unternehmensfunktionen ins Ausland
  • Optimierung der Gewinnverteilung innerhalb einer Unternehmensgruppe

Übrigens: Solche Gestaltungen sind vollkommen legal, solange sie einer wirtschaftlichen Substanz folgen und nicht rein steuerlich motiviert sind. Die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs hat hier klare Grenzen gezogen, innerhalb derer Unternehmer agieren können.

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Weitere Optimierungsmöglichkeiten bei der Steuererklärung

Neben internationalen Strukturen gibt es auch im deutschen Steuerrecht noch Spielräume, die viele Unternehmer nicht vollständig ausschöpfen:

  1. Investitionsabzugsbetrag: Bis zu 50 Prozent der Anschaffungskosten können bereits vor der Investition steuermindernd geltend gemacht werden
  2. Degressive Abschreibung: Bei bestimmten Wirtschaftsgütern möglich und steuerlich vorteilhaft
  3. Geschäftsführergehalt: Die richtige Höhe des Geschäftsführergehalts kann die Gesamtsteuerbelastung optimieren
  4. Pensionszusagen: Steuerlich absetzbare Altersvorsorge für Gesellschafter-Geschäftsführer

Zusammenfassung: Jetzt handeln, nicht abwarten

Die geplante Anhebung des Mindesthebesatzes bei der Gewerbesteuer ist ein weiteres Signal, dass die Abgabenlast für Unternehmer in Deutschland tendenziell steigt. Wer seine Steuern senken möchte, sollte nicht auf politische Entlastungen hoffen, sondern proaktiv alle legalen Gestaltungsmöglichkeiten prüfen.

Ehrlich gesagt: Die Zeit des Abwartens ist vorbei. Unternehmer, die ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten wollen, sollten jetzt professionelle Beratung in Anspruch nehmen. Ob durch optimierte Strukturen im Inland oder durch internationale Lösungen – die Möglichkeiten sind vielfältiger, als viele denken.

Bei XINELOYD unterstützen wir Unternehmer dabei, den Überblick über die komplexe Steuerlandschaft zu behalten und individuelle Lösungen zu entwickeln. Denn eines ist sicher: Die Anforderungen an Unternehmer werden nicht geringer – aber mit der richtigen Strategie lässt sich auch in diesem Umfeld erfolgreich wirtschaften.